[05.06.18] 1. Arbeitstag in Hampshire


Ich bin heute morgen schon um 7:30 aus dem Haus, um genug Zeit für den Weg zur Bushalte zu haben.

Gestern hatten wir festgestellt, dass es 2 Bus-Unternehmen gibt mit verschiedenen Haltstellen und unse Monatskarte uns nichts brachte, um vom Tellus College wieder zu unserer Gastfamilie zu kommen.
Und hatte ich heute morgen, früher als geplant, zwar den richtigen Bus genommen, der mir auch von Tellus vorgeschlagen wurde, so musste ich trotzdem 5 Pfund bezahlen für die eine Hintour, da die Firma wohl nicht mehr zu Portsmouth, sondern Hampshire gehört. Da fehlte mir eigentlich der Stempel auf der Fahrkarte bei „Hampshire“.
Mein Mentor und wohl der Sicherheitsbeauftragte von ICEE rief für mich dann bei Tellus an und als ich am Ende zur Haustür reinkam, war von einer Tellus Mitarbeiterin schon das richtige Busticket eingeworfen worden. Cool!
Mit einem Schreiben, worin sie sich entschuldigte für den Fehler mit dem Ticket. Die bezahlten Tickets soll ich Freitag mit zu Tellus nehmen.


Meine Arbeitszeit inkl. Fahrten ist so:
Arbeitszeit 9-16 Uhr.
7:30 morgens aus dem Haus, ca. 17min zu Fuß zur Bushalte, ca. 40min Fahrt, 7min Fußweg zur Firma.
Ab ca. 16 Uhr mit dem nächsten Bus zurück. Der Busfährt alle 10 Minuten.

Nachdem ich heute meinen Arbeitsplatz erreicht hatte, empfing mich der Craig mit dem coolem Nachnamen Ritchie. 😉 😀
Er ist Schotte und Fußballfan von einem schottischen Team, was ich im Vergleich zu Arsenal London und Manchester United noch nie gehört habe und auch leider schon wieder vergessen habe. :S 😀
Kurz versucht sich zu verständigen.
Später entschuldigte er sich mit seinem schottischen Hintergrund für die Aussprache, was ich sympathisch fand. Drill. Ich verstand da zuerst trow und dann drow.


Er erklärte, es gebe 3 Werkstätten: Trennende Bearbeitung(cutting: water jet cutting and laser cutting), Schweißen(welding) und Montage(assembly).
Dann führte er mich übers Gelände, die Treppe hoch in einen Konferenzraum.

Da saß ich dann geduldig gefühlt 3-4 Stunden und sah verschiedene Präsentationen, die sehr englisch und textlastig waren. Der Craig selbst war neben dem Text als Video zu sehen, worin er was zum Text sagte bzw diesen unverständlicher vorlas als ich ihn selber lesen konnte.
Anfangs kam er immer nur extra rein, um die nächste anzumachen.
Die letzten 27, so seine Worte, denn habe nicht mitgezählt, sollte ich selber am Riesen Touchscreen starten. Die waren kürzer, und spezifischer. Das Aufstehen, Hinlaufen und Starten machte mich weniger schläfrig. haha


Das Thema der Präsentationen war „Sicherheit, Gefahren, Risiken“, irgendwie nicht arbeitsbezogen, sondern generell und ein Bild vermittelnd, alles wäre gefährlich. sodass ich grinsen konnte, überhaupt heil nach England gekommen zu sein und letztendlich sogar bis zur Firma. 😀
Datensicherheit, sicheres Passwort benutzen, Eigenschaften eines sicheren Passworts und Beispiele für schlechte, Handyund anderes besser bei sich tragen, Krankheiten von Hund, Katze, Ratte, Sicheres Benutzen von Leitern, Aufpassen bei fahrenden Fahrzeugen, Achtung vor Strom und aufpassen beim Heben schwerer Lasten, ungewohntes Werkzeug nicht benutzen und aufpassen mit scharfen undspitzen Werkzeugen, positives und nettes Auftreten(man repräsentiert die Firma).. und mehr!..
Die letzten Stunden, die Kontrollfragen konnte ich alle bis auf eine, seiner Ansicht nach, richtig beantworten. Multiple Choice unter Hilfestellung der Informationstexte aus der Präsi.


Der Craig war sympathisch. Ich zeigte ihm ein Foto von einem Sportplatz. Er erklärte, der sei für Bowling, was ich richtig verstanden haben könnte. „the play with 9 or 10 pins?“ fragte ich noch.
Ich bin es sonst mit Bahn gewohnt.
Dieses Feld, fotografiert auf dem Weg zur Bushalte am Morgen, war aber grün und rechteckig, allerdings von einer Art Kanal umgeben. Vielleicht für die Kugeln.
Er fragte mich nach meinen Sportarten und nannte ein schottisches Fußballteam als Lieblingsteam. Auch einige englische Begriffe hat er mir freundlich erklärt.
In der Mittagspause war ich kurz in der Küche plus Geneinschaftsraum und achtete direkt noch stärker als sonst auf die Müllltrennung, als ich die Tüte um meine Sandwiches und die Bananenschale entsorgte.
Denn Müllentsorgung war neben Energie sparen, Papier sparen(Rückseite benutzen) und car sharing auch Thema. Genau wie das Wiederbebutzen von Pappkartons.
Den 2. Teil der Mittagspause saß ich draußen auf einer Bank neben einem Mann mit Pommes. Nachdem er sich an die Arbeit gemacht hatte und eine Euro-Palette mit Stapler wegfuhr, knipste ich die Bank.
Denn ich hatte ja gelernt, Risiken und Gefahren zu reporten, um andere vor Verletzungen(injuries) zu warnen. Der Lack oder was blätterte scharf und gefährlich ab.
Ich bin unsicher, ob ich Craig richtig verstand, als ich verstand, die Bank würden eh nur die Raucher benutzen.
Stolz erzählte ich von der Gefahr des sich bewegenden Staplers, den ich als Gefahr erkannt hatte.
„risk assessment“ ist ein wichtiges Wort. Nämlich, glaube ich, einen Überblick über die Risiken zu bekommen.

Auffällig und komisch finde ich den Gegensatz zwischen modern und altmodisch. Sanitär, ob bei der Gastfamilie, im Tellus College oder bei der Arbeit, sieht altmodisch aus.Also WCs und Waschbecken.
Auch die Lichtschalter und solche Technik.
Dafür gibts bei Lidl die Möglichkeit an ca. 4 Automaten selbst zu bezahlen, die Ampeln funktionieren via Touchscreens und auch bei der Arbeit dient ein iPad zum An- und Abmelden. Und in den Bussdn wird mit Apps geworben, um zB. kontaktlos zu bezahlen.
Und die Müllentsorgung heute morgen fiel eher als unmodern auf, weil bei der Abfuhr der dutzenden Müllsäcke einiges verloren gingund Müll, evtl Essensreste Möwen anlockten.
Ein 2. Gegensatz ist der zwischen Sicherheit und Gefahr.
Während der Bustour zurück sah ich 2 Krankenwagen, einige hörten wir gestern. Unsere Gastfamilie jat 2 Haustüren und Schlösser. Städte mit Hafen sindimmer gefährlich, lernten wir gestern. ImBus läuft die Warnung als Text und Ton, man soll erst aufstehen, wenn der Bus hält.
Auf Bädern findet man Regeln zum richigen Benutzen der Toilette, des Waschbeckens, des Abtrocknens.
Im Konfernzraum: Stühle ranschieben, verlassen wie vorgefunden, Licht aus bei Verlassen des Raums.
Viele Regeln, dann die Schuluniform, Strenge, erlebte Kontrolle(Englischniveau gestern und heute Verständnis Sicherheit) deuten für mich auf Misstrauen und Angst hin. Angst Privates zu erzählen vielleicht auch. Glaube ans Schlechte in den Mitmenschen? Darum vielleicht viele Kirchen und Glaube an Gott? Regeln und Tests für die anderen. Sehr interessant diese Erfahrung. „please allthe people and be polite“ ist ja auch so ne Sache. Viele wirken etwas unlocker.
Was mir zuletzt aufgefallen ist, dass viele (junge) Mütter mit Kindern und Kinderwagen unterwegs sind und sehr alte Menschen (mit Stock).
Mein Eindruck.
Craig hatte mich eingangs gefragt, ob ich wieder zurück nach Deutschland will. Irgendwas mit Familie. Then Ich habe versucht zu erklären, dass der Weg nach Portsmouth mit Flug nach London eigentlich nicht länger dauert als die Zugfahrt von Süd- nach Norddeutschland und ich schon überlegt hatte, wie es wäre, da zu arbeiten. Auf der Homepage stand, in Deutschland besucht, man solle sich einfach bewerben… naja..
passend dazu fragte uns 3 deutsche Azubis unsere Gastmutter zu unseren Freundinnen aus und wer denn eine hat..
Ich habe nur geantwortet, dass ich Frage liebe odr Geil finde, weil sie so oft gestellt wird, ich mich insgeheim nach dem Sinn dieser frage und ob sie nicht auch ein Vorwurf ist.
Es war mir zu anstrengend mehr auf diese Frage einzugehen. 😉
Apropos: Es ist ja auch ein Riesen Risiko ein Mädchen anzusprechen. 😀 Aber: Will oder muss man das?

Morgen wird Craig mir meine Kollegen vorstellen und ich erwarte Einführung in die Werkstätten und Arbeiten.

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