Gestrandet in Bristol 1


Hallo Leute,

nach der Walking Tour (Teil vom Welcome Meeting) konnte ich mir einen PC schnappen und für Euch crossmedial einen kleinen Bericht basteln, was mir gestern passiert ist.

 

Zunächst war meine Planung vorbildlich und auch der Flug lief komplikationslos. Ich wusste schon, was mich erwartet, denn es ist bereits mein zweites Auslandspraktikum.

Worauf ich gar nicht vorbereitet war, das kam natürlich.

In Bristol stiegen wir pünktlich aus dem Flieger, das Wetter war besser als erwartet, selbst der Bustransfer vom Flieger zum Gate lief unkompliziert, doch nach der Gepäckrückgabe suchte ich vergeblich meinen Fahrer am Ausgang. Da stand ich alleine mit meinem Koffer. Doch es war niemand da. Nach ca 30 Minuten wählte ich den Notfallkontakt, den ich mit einigen Vorabinformationen per Mail erhalten hatte. Mein Anruf wurde fix entgegen genommen, meine Reiseinformationen sofort parat und ein Rückruf versprochen, sobald beim Taxiunternehmen nachgefragt wurde. Der kam auch. Leider mit schlechten Nachrichten: etwas ist schief gelaufen und Mr. Neil Pick kümmert sich gerade darum. Er rief mich an, blieb in der Leitung und mit viel über den Tresen Reichen meines Handys an super nette, verständnisvolle Engländer, suchten wir andere Optionen, mich nach Plymouth zu bringen. Da ich mir nicht zutraute, mit einem der Fernbusse am Flughafen zu fahren, wurde es ein Taxi und die Kosten wurden auf meine Bankkarte gebucht, denn der Betrag war zu hoch, um – wie von ihm ursprünglich geplant – per Telefon mit Kreditkarte beglichen zu werden.

Rund eine Stunde später als erwartet, sass ich im Wagen und wir fuhren.

An der Adresse der Gastfamilie half mir der Taxifahrer aus eigener Initiative noch, das richtige Haus zu finden. Nichts geht über englische Freundlichkeit.

 

Dann lernte ich meine Gastfamilie kennen und bin positive überrascht.

Im Gegensatz zum letzten Jahr bin ich als einziger Schüler im Haus. Als ich kam, gab es ein frisch und nur für mich gekochtes Essen, mir wurde mein Zimmer und mein Bad gezeigt (ja, MEIN Bad) und ein Platz auf der Couch zum Fernsehen angeboten.

 

Das Welcome Meeting lief entspannt wie immer. Dieses Jahr kamen mit mir zwei Klassen aus Slowenien an, also war ich wieder ein Outsider. Dass die TellUs-Mitarbeiter alle „the German girl who got stuck at the airport and has been with us before“ kannten und regelmäßig raus baten, um die Erstattung der Taxikosten zu regeln, teilweise auch auf Deutsch, machte es nicht besser.

Als mildernder Umstand: mir ist sowieso nicht danach, neue Freunde zu finden, mich in eine Schülergruppe zu integrieren und die zweistündige Taxifahrt erstattet zu bekommen, war mir sowieso wichtiger. Keine Details – aber das war teuer.

 

Meinen Praktikumsplatz sehe ich morgen das erste Mal.

 

Freizeitaktivitäten habe ich mir bereits im Vorfeld rausgesucht und freue mich besonders auf Dartmoor und Exeter. Natürlich wird es Bilder geben, die ich nach meiner Rückkehr in 4 Wochen auch in einem Beitrag mit Euch teilen werde.

 

Doch so viel für jetzt.

 

Wish me luck and hear you soon.

 

 

Nathalie

 


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Ein Gedanke zu “Gestrandet in Bristol

  • richard

    cool, ich bin gespannt und google mal, was dartmoor und exeter bedeutet.
    mein taxifahrer auf der heimreise von portsmouth nach london kam ursprünglich aus der nähe von plymouth.
    da wollte er sich demnächst auch wieder niederlassen. 🙂
    da soll es ja größer sein, aber ne steilküste geben?

    schöne story, danke! 🙂

    and much fun for future(fff)