Halbzeit vorbei in Plymouth


Meine zweite Woche in England liegt hinter mir.

Igendwie meint es Petrus gut mit uns – immer wenn wir einen Ausflug machen oder es Wochenende ist, scheint die Sonne. Genauso wie letztes und das bescherte mir sogar einen Sonnenbrand im Gesicht. Jetzt habe ich wenigstens mal etwas Farbe im Gesicht aber ich falle nicht arg unter den Engländern hier auf, die sind nämlich überwiegend auch blass. 😉

Die zweite Woche hier fühle ich mich schon sehr viel wohler, fast schon gar nicht mehr fremd. Allerdings gab es im Charity Shop auch sehr viel zu tun – Möbel annhemen und herumschieben, bei Büchern das selbe und ich durfte erste Erfahrungen hinter der Kasse sammeln. Eigentlich gar nicht so schwierig wie ich dachte. Wenn ich etwas länger zum zählen der Münzen brauche bitte ich einfach freundlich um Entschuldigung und sage, dass ich noch am üben bin. Die Kunden sind allerdings auch ziemlich nett und geduldig. Heute habe ich sogar eine ältere Dame getroffen, die ein bisschen deutsch sprechen konnte. Das war total cool! Hier gibt es viele Leute die ein bisschen deutsch können oder zumindest bis zehn zählen können. Meine Gastfamilie bekommt auch nach mir den vollen Germany-Taste. Denn einen Tag nachdem ich abreise, kommen bei ihnen zwei Mädchen aus Deutschland an.

 

Am letzten Samstag war ich mit meinen beiden deutschen „Kollegen“ im Dartmoor National Park. Wer einmal dazu Bilder im Netz sucht, wird mir wahrscheinlich recht geben. Was ein wunderschöner Platz auf dieser Erde. Es war richtig fantastisch! (Wenn auch sehr windig auf den Hügeln) Wir fuhren mit dem Zug von Plymouth nach Newton Abbot und stiegen dann in einen Bus, der extra nur in den National Park fährt und an verschiedenen Sehenswürdigkeiten hält. Allerdings muss man zu denen noch ein ganzes Stück laufen. Die Berge, Felsen, freilaufenden Pferde, Kühe, Schafe und wild gewachenen Wege sind ein kleines Abenteuer. Auf große Felshaufen und Steine kann man klettern, wenn man sich traut.

Aber ACHTUNG = die Felsen sind steil, scharf, rutschig und, nunja, wie ein Stein ist, rau. Meine Kollegin hat sich schon am Anfang des Tages ihre Hose aufgerissen…

Freilaufende Pferde

Freilaufende Pferde

Hound Tor - Dartmoor

Hound Tor – Dartmoor

Staunend musste wir leider viel zu früh gehen. Die Sonne stand noch weit oben am Himmel, als der letzte Bus aus dem Park heraus fuhr. Ein Taxi wäre für den ganzen Tag zu teuer gewesen und keiner von uns konnte sich ein Auto mieten – oder traute sich Linksverkehr zu. Trotzdem war diese Landschaft einen Besuch wert. Das Gebiet ist so groß, dass ich wahrscheinlich drei bis vier Tage bräuchte um es so halb zu erkunden.

Sonntag war auch ein schöner Tag. Wieder starteten wir mit vollem Sonnenschein im City Centre.

An diesem Tag war ich endlich das erste Mal mit meinen Füßen im Wasser…

Wir besuchten zu dritt ein sehr kleines Food-Fest. Es gab sogar einen deutschen Stand. Überrascht laß ich mir die Angebote an. Ich hatte noch keines der Variationen selbst so gegessen. Es war nicht wirklich deutsch. Der Markt befand sich direkt am Royal William Yard Harbour. Von dort auf liefen wir zum „Devil’s Point„. Der Name hiel in einer einzigen Sache recht – es war dort höllisch heiß, die Sonne knallte auf uns herab aber der Ausblick entschädigte meine vergessene Mütze. Fast atemlos zückte ich meine Kamera. Es war wundervoll!

Devil's Point Aussicht

Devil’s Point Aussicht

Die Seeluft tut unglaublich gut! Schade nur, dass die Zeit hier viel zu schnell herum geht. Eigentlich würde ich sooo gerne länger bleiben! Informiert euch doch mal über MTV crashes Plymouth 😀 ich verlasse die Stadt einfach zu früh……… *ein bisschen ärgere ich mich ja*

Ich hoffe ich kann trotzdem noch einiges an Erfahrungen und Spaß mitnehmen. Das nächste Wochenende wollen wir mit einem Boot fahren. Ich werde berichten ob ich seefest bin.

 

Liebe Grüße von der Insel

 

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