„After you“ – englische Freundlichkeit bleibt unübertroffen 2


Hallo ihr Lieben, da bin ich wieder.

 

Meine erste Woche in England habe ich „überstanden“ und das ziemlich gut!

In der letzten Woche habe ich einiges gesehen, gelernt, erfahren und kennen gelernt. Eine Sache lässt mich einfach nicht los und macht mich unglaublich glücklich. Ich fühle mich so gut wie schon lange nicht mehr und total angenommen. Warum? Die Engländer sind einfach so super freundlich, das glaubt mir bestimmt keiner, der noch nie in Großbritannien war. Angefangen beim Busfahrer, der sich bei mir bedankt, weil ich mit ihm gefahren bin, hinüber zu kleinen Kindern, die wahnsinnig höflich sind und Erwachsene respektieren, bis hin zu der alten Dame, die mich mit einem freundlichen und ernst gemeinten „after you“ (nach Ihnen) in den Bus geleitet. Es fühlt sich richtig verrückt an aber 95% der Leute hier sind total freundlich und habe eine unübertreffbare Güte. So etwas findet man sehr sehr selten in Deutschland; und ich weiß jetzt schon, dass ich das sehr vermissen werde, wenn ich wieder in meiner Heimat bin.

Torquay

Torquay

Letzte Woche fing auch meine Arbeit an.

Leider ging es mir an meinem ersten Abeitstag sehr schlecht. Ich fühlte mich komplett unwohl, wusste nicht wohin mit mir und die Leute konnten mich nicht richtig einsortieren. Das eigentliche Problem waren meine Emotionen, die in Millisekunden hochschnellten. Ich habe in der Vergangenheit, in meiner ersten Ausbildung, nicht gute Erfahrungen gesammelt. Ziemlich schlechte um ehrlich zu sein und diese kamen dort wieder ans Tageslicht, als ich am Dienstag das erste Mal vor meiner Arbeitsstelle stand.

Was ich jedem empfehle – Kommunikation! Tellus hat hier einen super Dienst geleistet. Ich ging kurz nach einer Stunde wieder zur Sprachschule und erzählte ihnen was passiert war. Das Gute ist, dass es eine zuständige Person für Deutschland gibt – also im Notfall kann man mit jemanden auf Deutsch reden. Genau das habe ich getan und nach ein paar Überlegungen und Telefonaten hatte ich eine neue Arbeitsstelle. Es ist vollkommen in Ordnung wenn etwas nicht mit der Arbeit klappt. Mir wurde sofort sehr gut und liebevoll geholfen. Keiner muss dort etwas machen, was ihn unglücklich macht.

Das Wichtigste ist = Reden! 😉

Jetzt arbeite ich in einem Charity Shop. Die Arbeit dort ist anstrengend aber es macht mir Spaß. Besonders, weil dort einige junge Menschen sind, die aus verschiedenen Ländern kommen.

Am Ende der Woche ist mir richtig klar geworden, dass es nichts besseres gibt, wie alleine in das Auslandspraktikum zu gehen. Man ist gezwungen Situationen anzunehmen, sie zu analysieren und eventuell eine Lösung oder anderen Weg zu finden. Du musst reden, weil dich sonst keiner versteht und wenn es um eine individuelle Verpflegung geht, lernst du auch mit dem Geld und den typischen Abläufen umzugehen. Aber das schönste Gefühl ist, wenn du plötzlich merkst, dass du an dir selbst wächst, dein Selbstbewusstsein sich vergrößert und der Minimalismus (sozusagen Pflicht, da man ja nur mit ca.23Kilo fliegen darf) dir gut tut.

Anstatt den Tag vor dem Fernseher oder so zu sitzen, willst du raus, deine Stadt sehen. Du gehst oder fährst in die Natur, gehst an den Hafen oder chillst in einen der großen Parks, um die Sonne zu genießen. Wenn du eine Straße nicht kennst oder unsicher bist, dann läufst du einfach durch und schaust wo du ankommst. 🙂

Erste Ausflüge habe ich auch schon hinter mir. Es macht sehr viel Spaß die Welt für sich neu zu entdecken. Allerdings haben ich und zwei andere Deutsche uns vorgenommen unsere nächsten Reisen selbst zu planen, anstatt mit Tellus einen Gruppenausflug zu machen. Das ist spannender und definitiv billiger. Mein erstes englisches Bier habe ich auch schon probiert. Schmeckte etwas komisch. „Cloudy Cider“ ist definitiv besser 😛

Pub am Hafen

Pub am Hafen

Ich bin gespannt wie meine zweite Woche in Plymouth so verlaufen wird. Dienstags ist bei Tellus immer social evening, da gehe ich morgen mit meinen deutschen Kollegen hin – dort werden Tischtennis, Tischkicker, Karaoke und andere Sachen gespielt. Dazu läuft Musik und man kann die anderen Teilnehmer besser kennen lernen. Immerhin kommen jeden Montag neue Teilnehmer und Freitags verlässt irgendwer das Haus wieder.

Bis zum nächsten Beitrag sende ich euch viele liebe Grüße aus dem Kreis south Devon.

Eure Jessi


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