Eine etwas andere Erfahrung


Wir, das sind Jan & Dennis, Auszubildende im 3. Lehrjahr zum Kaufmann für Büromanagement in Wieblingen.

Tallinn bzw. Estland habt ihr bestimmt schonmal gehört, wir hatten die Möglichkeit, dort ein vierwöchiges Praktikum in Estland zu machen.

Wir sind am 13.05 mit dem Flugzeug nach Tallinn geflogen und als wir am Flughafen ankamen, haben wir uns erstmal per TaxiApp-Bolt (sehr zu empfehlen), ein Auto inkl. Fahrer bestellt und haben uns zur Astangu (Wohnheim & Schule) fahren lassen, wo wir später arbeiten und leben sollten.

Als wir dort ankamen, wurden wir freundlich willkommen geheißen von einer Betreuerin vom Wohnheim. Wir haben jeweils ein Zimmer bekommen, die ähnlich wie im BBW sind.

Was waren unsere Aufgaben?

Unser Alltag war sehr abwechslungsreich und lehrreich. Wir haben in den ersten drei Wochen im Büro der Schule gearbeitet. In dieser Zeit haben wir Zeugnismappen gefaltet, ein Buch digitalisiert, Zeugnisse und Projektabschlussarbeiten archiviert und vieles mehr. Was an sich nicht kompliziert klingt, doch sehr herausfordernd wurde, weil wir zwei Drucker hatten, wovon einer nicht ging und der andere Scanner ziemlich altertümlich gewesen ist, wodurch wir echt lange brauchten um ein Buch zu digitalisieren.

Wir haben zusätzlich zur Büroarbeit, beim Aufbau/Abbau von zwei Abschlussfeiern geholfen und währenddessen auch fotografiert. In der vierten Woche sind wir in die Swedbank (Estlands größte Bank) gegangen und haben dort Einblicke bekommen im Call-Center und in der IT-Abteilung. Bei einen Ausflug in die größte Berufsschule Estlands konnten wir sogar Roboter programmieren.

Freizeit

Wir hatten viel Freizeit, die konnte man füllen mit Fitnessstudio, Schwimmen, Fußball, Shoppen, Sightseeing, Fahrrad fahren oder wonach man sonst so Lust hat. Wir haben auch viel Kulturelles kennen gelernt, wir sind in der größten Berufsschule gewesen, im Kunstmuseum und im Puppen-Museum. Wir haben gezeigt bekommen wie man Maschinengewehre und Pistolen auseinander baut im Rahmen einer schulischen Veranstaltung (Dies ist in Estland normal). Wir haben Führungen durch den größten TV/Radio-Sender Estlands bekommen und eine Führung durch die größte Bibliothek und bis Helsinki/Finnland ist es auch nicht weit.

Menschen

Die Menschen im Norden sind bekanntlich ja etwas verschlossener und das haben wir gemerkt. Es ist eher schwer gewesen mit Menschen auf der Straße ins Gespräch zu kommen und den Auszubildenden im Wohnheim, da war das Gespräch nach einem „Tere“ (estnisch für Hallo) vorbei. Die Menschen war jedoch freundlich und höflich.

Sprache

Wen man sich auf Englisch verständigen kann, ist einen in Estland damit sehr geholfen, weil gerade die Generation bis Mitte 30 sehr gut Englisch spricht.

Allgemein Estland

Tallinn ist eine sehr moderne Stadt, was man auf dem ersten Blick gar nicht so denkt. Doch wir haben hier in der Zeit vieles mitbekommen, zum Beispiel in einigen Unternehmen gibt es kein Papier mehr, es läuft alles digital. Wahlen läuft online. Gesundheitskarte ist online. Klassenbuch läuft online. Mit den Öffentlichen kommt man überall hin und sie fahren auch regelmäßig. In Estland ist autonomes Fahren stark im Kommen. Roboter fahren in einigen Stadteilen Pakete und Briefe aus.

Fazit

Generall war die Zeit in Tallinn eine sehr angenehme Erfahrung. Wie viele Einblicke in die Berufswelt und in das Leben und die Kultur des Landes bekommen. Die Lehrer/Ausbilder/Koordinatoren haben sehr viel getan, um den Aufenthalt möglichst schön zu gestalten und dadurch konnten wir viele inspierende Erfahrungen sammeln, die uns für den Alltag in Deutschland weiterbringen. Wir können jeden empfehlen ein Auslandspraktikum zu machen.

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